PDF Ebook Serpieri Collection – Druuna 5: Die mit dem Wind kam
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Serpieri Collection – Druuna 5: Die mit dem Wind kam

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Über den Autor und weitere Mitwirkende
Paolo Eleuteri Serpieri ist 1944 in Venedig geboren. Er studierte Kunst und Architektur in Rom und lehrte dort auch lange. 1966 startete er eine viel beachtete Karriere als Maler. 1975 fand er mit Western-Stories zum Comic, etwa mit Die Weiße Indianerin und Der Medizinmann. Er arbeitete an den berühmten Larousse-Comic-Sachbüchern mit sowie an der großen Ausgabe der Comic-Bibel. Die weltbekannte Serie um Druuna begann Serpieri zu Beginn der 1980er Jahre. Übrigens hat es sich Serpieri nicht nehmen lassen, sich selbst in der Welt von Druuna zu verewigen… als sein Alter Ego: Doc.
Produktinformation
Gebundene Ausgabe: 80 Seiten
Verlag: Schreiber & Leser (6. November 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3946337856
ISBN-13: 978-3946337850
Größe und/oder Gewicht:
22,7 x 1,3 x 30,7 cm
Durchschnittliche Kundenbewertung:
3.9 von 5 Sternen
5 Kundenrezensionen
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Schön, dass sie wieder da ist, die dralle, wehmütige, südländisch anmutende junge Dame aus der spitzen Feder eines italienischen Malers, der sich dem Comic verschrieben hat. In unserer heutigen Bildergeschichten-Landschaft, auf die ich noch zu sprechen kommen werde, mutet die alterslose Verkörperung des Nudismus nahezu altmodisch an. Ein anachronistisches Unikum im Universum der Mannfrauen, der sadistischen Schlampen und der geschlechtslosen Führungspersönlichkeiten, die Comicstrip und Film bevölkern und in ihrer klischeehaften Charakterisierung meist langweilen. Ich weiß nicht ob Druuna 1985, als das erste Abenteuer erschien, Klischee war, heute ist sie es sicherlich nicht mehr.Ich werde hier auch zu dem einen Rezensenten Stellung nehmen, der alle Doppelbände und das neue Album DIE MIT DEM WIND KAM beurteilt hat und dessen negative Kritik des Geschichtenerzählers Paolo Eleuteri Serpieri ich nicht teilen kann. Teilen kann ich mit diesem Rezensenten die Bewunderung für die herrlich gedämpften Farben und den Schwung der Zeichnungen, die der alte wie der neue Serpieri bietet. Der Mann ist ein großer Grafik-Künstler. Aber ist er auch ein guter Erzähler?1983 begann Paolo Eleuteri Serpieri mit der Arbeit an MORBUS GRAVIS. Ein Vorbild für seine Heldin soll eine vergessene Schauspielerin aus einem ebenfalls schon lange vergessenen französischen Erotik-Film gewesen sein: Valérie Kaprisky in DIE ÖFFENTLICHE FRAU, vom Regisseur Andrzej Zulawski, einem intellektuell angehauchten, politisch radikalen Künstler. Valérie Kaprisky, nicht so groß, keinesfalls langbeinig, von rassiger Schönheit, damals wie heute von den ausgehungerten Modells und Hollywoodactricen weit entfernt. Vorbild für seine Geschichte um eine verlotterte Stadt, in der eine Seuche herrscht, die Menschen in Monster verwandelt, mag der eine oder andere Filmklassiker gewesen sein, z.B. ALIEN, aber im Kern verarbeitete Serpieri damit die gerade grassierende Zombie-Filmwelle, die manchmal in echten Schlachthöfen entstand.Sechs Science-Fiction-, Horror-, Western-, Erotik-, Porno-Epen produzierte der fleißige Italiener an seiner Staffelei. Die erschienen zwischen 1985 und 1997. Trotz etlicher Ungereimtheiten kann ich in den Geschichten, entgegen meinem Vorredner, durchaus eine Logik, einen roten Faden erkennen. So wie ich es verstanden habe, durchquert da ein Raumschiff andauernd ein Schwarzes Loch, rein und wieder raus, mit allen damit verbundenen Zeit- und Raumphänomenen, die nur vorstellbar sind. Man erlebt das Raumschiff, wie es, mit Wilden und Zivilisierten und auch schon dem Keim der Krankheit Morbus Gravis in sich, in das Black Hole fliegt, dann erfolgen die Zwischenstadien dessen, was ihm und der Besatzung widerfährt, und schließlich -- Jahrzehnte? Jahrhunderte? Später... -- das Endresultat, ein von Monstern und Robotern bedrohter Riesenmoloch, eine Ober und Unterstadt, deren Bewohner gar nicht mehr wissen, dass sie sich in einem Raumschiff befinden.Sechs Bände lang, muss ich weiterhin meinem Vorredner widersprechen, ist das ziemlich stringent rübergekommen, finde ich. In APHRODISIA, dem letzten der Alben im zwanzigsten Jahrhundert, wurde es aber schon arg holprig, zugegeben. Der Wechsel auf den VERGESSENEN PLANETEN hat auch mich ein wenig verwirrt zurückgelassen. In der Beurteilung dieses zweiteiligen Druuna-Abenteuers schließe ich mich in weiten Teilen der Beurteilung meines Vorredners an. Wo kommt dieser Planet her? Und ANIMA, jenes hübsche Bilderbuch, passt auch irgendwie gar nicht in die bisherige Szenerie. Moebius und Serpieri? Nun, beide mochten Western... Aber warum ist Anima blond? Warum trägt sie Kunsthaar? Bestimmt irgendwas Autobiografisches, was ihren geistigen Vater betrifft...DIE MIT DEM WIND KAM ist auch ein Titel, der mich etwas zusammenzucken lässt. Erst dachte ich schon, Serpieris Arbeit an dem Western-Klassiker TEX WILLER habe ihn dazu verleitet, Druuna im Wilden Westen agieren zu lassen. Aber ganz so ist es nicht. Unsere Nackte schwelgt in wunderschönen Pastelltönen durch eine sanfte Landschaft, begegnet Indianern, Konquistadoren und Klaus Kinski als Mönch, aber auch die Monster und Albtraumlandschaften ihrer bewegten -- Morbus Gravis -- Vergangenheit lassen grüßen. Und glücklicherweise taucht auch ihr einziger platonischer Freund wieder auf: Der Zwerg. Ob als Roboter oder mit Knautschgesicht, er ist der Crack der ganzen Reihe.Die wenige Handlung von DIE MIT DEM WIND KAM plätschert so dahin, da muss ich meinem Vorredner recht geben. Als ob es sich nur um die Ouvertüre der eigentlichen Geschichte handelt. In Anbetracht der perfekten, Workshop-geschulten Comic-Szenarien, die sich, peinlich um Originalität bemüht, von Höhepunkt zu Höhepunkt hangeln, ist Serpieris entspannter Erzählstil andererseits wieder sehr angenehm. Y-THE LAST MAN oder BLACK HAMMER, oder was auch immer, sind fantastische Geschichten, aber sie sind mir manchmal zu perfekt durchkonstruiert, auf Kosten von Atmosphäre und Stimmung (beide Reihen sind immens lesenswert!).Veredelt wird DIE MIT DEM WIND KAM natürlich durch die schöne Druuna. Sie scheint mir übrigens, genauso wie in ANIMA, inzwischen eine 10-Punkte-Brigitte-Diät gemacht zu haben, denn sie ist ranker als in den klassischen Zombie-Alien-Bänden. Auch der Mangel an erotischer Action ist auffällig. Entweder ist Serpieri in die Jahre gekommen oder es liegt einfach an unserer Zeit. In der Ära der Pornografie muss auch Druuna andere Wege gehen, als in den achtziger und neunziger Jahren, wo ihr Schöpfer ja bewusst provozieren wollte, was heute kaum noch nötig und möglich ist. So wird dann, als Reaktion auf die Silikonmonster, die das erotische Ambiente vernichtend unterwandern, auch Druuna schlanker.Ich hoffe, dass es Serpieri in den nächsten drei Bänden -- vielleicht heißen sie DAS RAUMSCHIFF, DIE SEUCHE und SCHASTAR -- doch noch schaffen wird, alle losen Fäden zusammenzuführen und uns zu erklären, wie Druuna eigentlich in dieses virtuelle Schlamassel hineingeriet. Für mich ist die Figur Schastar der Schlüssel zu allem. Der, der mental eine Vereinigung mit dem Bordcomputer Lewis vollzogen hat. Der, dessen Geliebte Druuna gewesen ist. Welche Funktion hat Schastar, als er noch gesund gewesen ist, eigentlich in der Stadt, an Bord des Raumschiffs gehabt?
Vor ca. 20 Jahren gab es Comics (für ' Erwachsene'), in denen vier oder fünf Autoren/Zeichnern Platz gegeben wurde. Auch Druuna war dabei, als ich sie auf Amazone wiedersah, wollte ich sehen, was mich vor 40 Jahren so fasziniert hatte.Nun ist heute, nachden ich den ganzen Kram ( mein Haus, Garten,Autos,Bikes,Ehefrau ,2 Kinder etc.etc.etc.)mit 45 erreicht hatte und alles hingeschmissen habe(weil unbefriedigt) mein Blickwinkel schon sehr anders. Trotzdem habe ich die Geschichte mit Freude betrachtet und bemerkt, daß meine jetzige Gefährtin körperlich Druuna so ziemlich entspricht.Allerdings nicht so naiv - und ebensoviel Hirn ,wie ich! Auch sie hatte alles erreicht und wieder hingeschmissen.Es rezensierte Dr.h.c.Gecko
33 Jahre ist es her, dass Paolo Eleuteri Serpieris Erotikikone "Druuna" zum ersten Mal einen Auftritt in dem Album "Morbus Gravis" hatte. Nun, 2018, legt er endlich den sechsten Band seiner Reihe vor (Nullnummer plus fünf Bände), die den Faden der dünnen Pseudo-Geschichte wieder aufnimmt. Die Story selbst war ja immer nur ein Vorwand um seine Heldin nackt oder sexuell aktiv zeigen zu können, und sie war immer schon derart kompliziert dass es kaum lohnte sich ernsthaft mit ihr auseinanderzusetzen. Das ist bei dem neuen, 55 Seiten umfassenden Comicalbum noch schlimmer. Gelinde gesagt, die Handlung nervt einfach. Druuna bewegt sich im Nichts, stolpert in ein Dimensionsloch und findet sich auf einer Prärie wieder, die auf der Erde des 18. oder 19. Jahrhunderts angesiedelt sein könnte. Serpieri hatte wohl einfach mal wieder Lust Westernmotive zu zeichnen, denn er liebt Western. Für die Reihe selbst ist es natürlich ein krasser Stilbruch. Desweiteren erfährt Druuna, dass sie sich zwar wie ein Mensch fühlt, aber nur noch ein Computerprogramm ist, wie alles um sie herum auch. Aber was ist aus der "echten" Druuna geworden, dem Original? Sie begibt sich auf die Suche, in der vagen Hoffnung dass sich für sie alles positiv aufklärt...Zeichnerisch hat sich in den letzten 33 Jahren nichts verändert, die Graphik Serpieris ist immer noch wunderschön. Der Band ist allerdings etwas zahm diesmal. Druuna wird zwar oft nahezu nackt gezeigt, ignoriert aber ihre bisher stets vorhanden gewesenen Lustgefühle total und kopuliert kein einziges Mal in diesem Band. Sie will wohl tatsächlich die Situation in der sie sich befindet vorrangig auflösen, was natürlich schwierig ist, denn als Autor ist der begnadete Künstler Serpieri leider eine Null, der sich hinter aufgeblasener Pseudo-SF verschanzt und längst selbst einen logischen Faden innerhalb seiner Storyline verloren hat. Das ist umso bedauerlicher weil er die ursprünglich augenzwinkernd in Szene gesetzte Heldin mit iher Suche nach sich selbst mittlerweile viel zu sehr selbst ernst nimmt. Würde es Sinn machen, alle Alben noch mal am Stück zu lesen um einen logischen Faden zu finden der tatsächlich nachvollziehbar ist? Man kann es versuchen, aber ich für meinen Teil bezweifele es. Warten wir auf das nächste Album, das sicher irgendwann kommt, da die Story unverhofft abbricht.Das HC-Album verfügt über einen Anhang von 22 Seiten, auf dem 6 Seiten s/w-Versionen sowie etliche aufreizende Einzelillustrationen von Druuna zu finden sind.
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